Seriennummern¶
Für wen: Lager, Werkstatt und Support · Wo: Admin → Lager → Reiter Geräte
Ein Bestand von „7 Terminals" sagt nicht, welche sieben. Mit Seriennummern führt DiKAS jedes Stück einzeln: wo es liegt, wem es gehört, bis wann die Garantie läuft und was damit passiert ist.
Voraussetzung
Der Reiter Geräte erscheint mit dem Modul Warenwirtschaft. Seriennummern werden je Artikel eingeschaltet — nicht für den ganzen Bestand.
1. Artikel auf Seriennummern umstellen¶
Admin → Artikel → Artikel öffnen → Reiter Lager
- Haken „Bestand verfolgen" setzen (falls noch nicht geschehen).
- Haken „Seriennummern führen" setzen.
- Speichern.
Der Artikel entscheidet verbindlich
Führt ein Artikel Seriennummern, dann verlangt jeder Wareneingang auf diesen Artikel die Nummern — das lässt sich beim Bestellen nicht abwählen. Umgekehrt können Sie einzelne Bestellpositionen zusätzlich auf Seriennummern stellen, ohne den Artikelstamm zu ändern: praktisch für ein einmalig beschafftes Gerät.
„Seriennummern führen" zieht „Bestand verfolgen" mit — ohne Bestand gäbe es nichts zu nummerieren.
2. Seriennummern im Wareneingang erfassen¶
Admin → Lager → Bestellungen → Bestellung öffnen → „Wareneingang"
Bei einer Position mit Seriennummern erscheint ein Scanfeld mit einem Zähler, zum Beispiel 3 / 5.
- Barcode scannen oder Nummer tippen und Enter drücken — die Nummer wandert in die Liste, der Zähler steigt, der Eingabefokus bleibt im Feld.
- So oft wiederholen, bis der Zähler voll ist.
- Wareneingang buchen.
Drei Hilfen im Scanfeld:
- Ein Bereich lässt sich ausschreiben.
SN-001..SN-050klappt zu 50 Einzelnummern aus — praktisch bei durchnummerierten Kartons. Erlaubt sind gleiches Präfix, gleiche Stellenzahl und aufsteigende Reihenfolge. - Doppelte Nummern werden benannt. Wer dieselbe Nummer zweimal scannt, bekommt sie mit Namen gemeldet statt still ignoriert.
- Leere Eingaben verschwinden. Ein versehentliches Enter tut nichts.
Eine Nummer je Stück, nicht je Gebinde
Der Wareneingang verlangt genau eine Nummer je Bestandseinheit. Bei 2 Kartons à 3 Geräten sind das 6 Nummern, nicht 2. Stimmt die Anzahl nicht, wird der Wareneingang abgewiesen — mit der erwarteten und der erfassten Zahl in der Meldung.
Die interne Nummer und die Garantie¶
Beim Erfassen bekommt jedes Stück zusätzlich eine interne Nummer (z. B. DK-000001). Ihr Präfix stellen Sie unter Admin → Einstellungen → Betrieb → Lager im Feld QR-Präfix ein.
Ebenda steht die Garantiedauer in Monaten (Vorgabe 24). Aus Wareneingangsdatum plus Dauer entsteht das Garantieende am Gerät.
0 Monate heißt: keine Garantie
Steht dort 0, bekommt das Gerät kein Garantiedatum — und die Reklamation antwortet später „Nicht feststellbar" statt „abgelaufen". Das ist gewollt: eine Garantieaussage, die niemand hinterlegt hat, soll nicht wie eine geprüfte aussehen.
Wird das Präfix später geändert, läuft der Zähler weiter (NEU-000124, nicht NEU-000001) — die internen Nummern bleiben eindeutig.
3. Geräte finden¶
Admin → Lager → Reiter Geräte
Die Liste zeigt Seriennummer, interne Nummer, Artikel, Lagerort mit Fach, Kunde, Garantie und Zustand. Über der Liste stehen ein Suchfeld und ein Zustandsfilter:
| Filter | Zeigt |
|---|---|
| Im Lager | Auf Lager, Reserviert, Zurück im Lager |
| Beim Kunden | Ausgelieferte Geräte |
| In Reklamation | Laufende Vorgänge und Geräte beim Hersteller |
| Ausgebucht | Verschrottete Geräte |
Die Suche unterscheidet Groß- und Kleinschreibung
SN-1 und sn-1 sind zwei verschiedene Nummern. Wer nichts findet, obwohl das Gerät im Haus ist, prüft zuerst die Schreibweise — am besten scannt er den Aufkleber statt zu tippen.
Ein Klick auf eine Zeile öffnet das Gerät mit Stammdaten, Verlauf und den möglichen nächsten Schritten.
4. Die Zustände eines Geräts¶
| Zustand | Bedeutung | Zählt im Bestand |
|---|---|---|
| Auf Lager | Frei verfügbar | ja |
| Reserviert | Für einen Lieferschein vorgemerkt, liegt aber noch hier | ja |
| Beim Kunden | Ausgeliefert | nein |
| In Reklamation | Ein Vorgang läuft | nein |
| Beim Hersteller | Zur Prüfung oder Reparatur außer Haus | nein |
| Zurück im Lager | Zurückgekommen, noch nicht freigegeben | ja |
| Ausgebucht | Totalschaden oder Entsorgung — Endzustand | nein |
Die Maske bietet immer nur die Schritte an, die aus dem aktuellen Zustand möglich sind. Ein unmöglicher Schritt wird abgewiesen; die Meldung nennt Ausgangs- und Zielzustand.
Ein ausgebuchtes Gerät bleibt auffindbar
Verschrottet heißt nicht gelöscht. Garantiefälle, Rückrufe und Nachfragen brauchen die Spur — das Gerät bleibt in der Liste, nur eben im Zustand Ausgebucht und ohne Bestandswirkung.
5. Umlagern und ausbuchen¶
Im Gerätedetail:
- Umlagern — Ziellager auswählen und bestätigen. Der Bestand wandert mit.
- Ausbuchen — der Zustand wechselt auf Ausgebucht, der Bestand fällt um 1.
Beide Schritte brauchen das Recht Seriennummern verwalten, siehe Rechte-Übersicht.
Jeder Schritt landet im Verlauf des Geräts mit Zeitpunkt, Benutzer und Klartext — die Historie ist damit lückenlos nachlesbar.
6. Verkauf und Kundenkopplung¶
Wird ein Gerät verkauft oder per Lieferschein geliefert, koppelt DiKAS es an den Kunden: der Zustand wechselt auf Beim Kunden, der Bestand fällt, und Kunde und Beleg stehen am Gerät.
An der Kasse wählt niemand ein einzelnes Gerät aus
Beim Verkauf über die Kasse ordnet DiKAS die Geräte automatisch zu — das jeweils älteste zuerst. Im Verlauf steht dann „automatisch zugeordnet". Ein Storno gibt genau die Geräte zurück, die der Bon abgebucht hat.
So beantwortet die Gerätesuche später die Frage, die im Support wirklich gestellt wird: „Wem gehört diese Seriennummer, und läuft die Garantie noch?"
Ein Praxisbeispiel¶
Fünf Kassenterminals kommen an, drei gehen an den Kunden „Gasthaus Sonnenhof".
- Wareneingang der Bestellung öffnen, im Scanfeld die fünf Aufkleber scannen, buchen. → Bestand 5, fünf Geräte Auf Lager.
- Für den Kunden einen Lieferschein anlegen und drei Nummern vormerken. → drei Geräte Reserviert, Bestand unverändert 5.
- Lieferschein ausstellen. → drei Geräte Beim Kunden, Bestand 2.
- Ein Jahr später ruft der Kunde an: Nummer in Admin → Lager → Geräte suchen — Kunde, Lieferdatum und Garantieende stehen da.
Wenn etwas nicht klappt¶
| Meldung oder Beobachtung | Ursache | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Der Reiter Geräte fehlt | Modul Warenwirtschaft ist nicht eingeschaltet | Modul einschalten |
| Der Wareneingang verlangt mehr Nummern als erwartet | Der Gebindefaktor zählt mit — 2 Kartons à 3 Stück = 6 Nummern | Alle Einzelstücke erfassen |
| „Die Zahl der Seriennummern passt nicht zur gelieferten Menge." | Zu wenige oder zu viele Nummern | Zähler im Scanfeld prüfen |
| Die Nummer wird als Dublette abgewiesen | Sie ist im Haus schon vergeben | Aufkleber prüfen — zwei Geräte mit gleicher Nummer gibt es nicht |
| Die Suche findet nichts | Groß-/Kleinschreibung | Nummer scannen statt tippen |
| Ein Zustandsknopf fehlt | Aus dem aktuellen Zustand ist der Schritt nicht möglich | Die angebotenen Knöpfe zeigen, was geht |
| Umlagern oder Ausbuchen ist nicht möglich | Das Recht Seriennummern verwalten fehlt | Rechte-Übersicht |
| Am Gerät steht kein Garantieende | Am Betrieb sind 0 Garantiemonate hinterlegt | Admin → Einstellungen → Betrieb → Lager |
Nächster Schritt¶
- Lieferschein — Geräte einem Kunden zuordnen und ausliefern
- Reklamation — was passiert, wenn ein Gerät zurückkommt