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v26.3

🪟 DiKAS unter Windows

DiKAS läuft nicht nur auf der fertigen DiKAS-Appliance, sondern auch auf einem normalen Windows-PC. Diese Seite zeigt, was Sie brauchen, wie die Installation abläuft und was im Betrieb anders ist als auf der Appliance.

Download

Paket Wofür Download
Hauptkasse Der PC, auf dem die Daten liegen: Kassenserver, Hardware-Dienst und Oberfläche — alles auf diesem Rechner dikas-setup.exe (ca. 200 MB)
Zweite Kasse Nur die Oberfläche; verbindet sich mit der Hauptkasse dikas-client-setup.exe (ca. 98 MB)

Ein Betrieb hat genau eine Hauptkasse. Jeder weitere Kassenplatz bekommt den Client.

Der Link zeigt immer auf die aktuelle Fassung

Beide Adressen bleiben gleich — Sie laden darüber stets die neueste Version. Ein Update ist einfach das Ausführen des frisch geladenen Setups über die bestehende Installation; Ihre Daten bleiben dabei erhalten.


Voraussetzungen

Betriebssystem Windows 10 oder 11 (64 Bit) bzw. Windows Server 2016 oder neuer
Rechte Administrator (die Installation richtet zwei Windows-Dienste ein)
Arbeitsspeicher 4 GB, empfohlen 8 GB
Festplatte 2 GB frei für das Programm, dazu Platz für Ihre Daten
Netzwerk Für Mehrplatz: alle Kassen im selben Netz, Netzwerkprofil „Privat"

Die Ports 80 und 443 müssen frei sein

DiKAS bedient die Kassenoberfläche über HTTPS auf Port 443 und leitet Port 80 dorthin um. Läuft auf dem Rechner bereits ein Webserver, bricht die Installation mit einer klaren Meldung ab und nennt das blockierende Programm.

Auf Windows Server ist das der Regelfall: Die Rolle Webserver (IIS) belegt beide Ports. Entweder IIS abschalten oder einen anderen Rechner für die Kasse nehmen.

Stop-Service W3SVC
Set-Service W3SVC -StartupType Disabled

Installation der Hauptkasse

  1. dikas-setup.exe herunterladen, dann per Rechtsklick → Als Administrator ausführen starten.

    Windows warnt vor unbekanntem Herausgeber

    Das Setup ist derzeit nicht signiert. Windows SmartScreen zeigt deshalb einen blauen Hinweis. Über „Weitere Informationen" → „Trotzdem ausführen" geht es weiter.

  2. Installationsverzeichnis bestätigen (Vorgabe: C:\Program Files\DiKAS).

  3. Offline-Modus? Das Setup fragt einmal nach:

    • Nein (normal): Die Kasse synchronisiert mit der DiKAS-Cloud. Sie können von überall auf Auswertungen zugreifen, und Ihre Daten liegen zusätzlich in der Cloud.
    • Ja: Die Kasse arbeitet strikt für sich, ohne Cloud-Synchronisation. Die Lizenz wird alle drei Wochen geprüft. Wählen Sie das nur, wenn der Rechner bewusst offline bleiben soll.
  4. Das Setup richtet danach selbstständig ein: Datenverzeichnisse, die beiden Windows-Dienste und die Firewall-Freigaben. Das dauert beim ersten Mal ein bis zwei Minuten — Windows Defender prüft die Programmdateien dabei einmal komplett.

  5. Kassenoberfläche öffnen: https://localhost auf dem Kassenrechner selbst.

Was die Installation anlegt

Programm C:\Program Files\DiKAS
Ihre Daten C:\ProgramData\dikas (Datenbank, Belegdateien, Zertifikat)
Protokolle der Einrichtung C:\ProgramData\dikas\logs\setup-install.log
Dienst „DiKAS Server" der Kassenserver (DikasNext)
Dienst „DiKAS Arch" Hardware: Kartenleser, Schankanlage, serielle Geräte (DikasArch)

Ihre Daten überleben eine Deinstallation

C:\ProgramData\dikas bleibt bei der Deinstallation erhalten. Wer wirklich alles entfernen will, löscht den Ordner danach von Hand — vorher unbedingt eine Sicherung ziehen.


Zweite Kasse einrichten (Client)

  1. dikas-client-setup.exe herunterladen und auf dem zweiten PC als Administrator ausführen.
  2. Beim ersten Start fragt das Programm nach der Adresse der Hauptkasse — Name oder IP-Adresse, zum Beispiel 192.168.1.50.
  3. Fertig: Der Client merkt sich die Adresse und verbindet sich künftig automatisch.

Über das Menü „Verbinden…" lässt sich die Adresse jederzeit ändern, „Trennen" vergisst sie wieder.

Der Client braucht die Hauptkasse

Ein Client speichert selbst keine Daten. Ist die Hauptkasse aus oder das Netz gestört, kann an diesem Platz nicht kassiert werden.


Kartenleser (Mitarbeiterkarten)

Beide Installationen unterstützen Mitarbeiterkarten:

Lesertyp Anschluss Hinweis
Baltech seriell (USB-COM) wird automatisch erkannt
PC/SC USB nutzt die Windows-eigene Smartcard-Schnittstelle
Keyboard-Wedge USB funktioniert ohne Einrichtung, der Leser tippt die Nummer ein

Leser erst anstecken, dann suchen lassen

Windows startet seinen Smartcard-Dienst erst, wenn ein Leser steckt. Stecken Sie den Leser einfach an — DiKAS prüft regelmäßig nach und nimmt ihn dann von selbst in Betrieb. Ein Neustart ist nicht nötig.

Findet ein Leser keine Karte, hilft meist: Leser abziehen, zehn Sekunden warten, wieder anstecken.


Datenbank

Unter Windows verwendet DiKAS SQLite — eine Datei unter C:\ProgramData\dikas\db\dikas.db. Es wird keine zusätzliche Datenbank installiert, und Sie müssen nichts einrichten.

Diese Datei ist Ihr Betrieb

Sichern Sie C:\ProgramData\dikas regelmäßig — siehe Backup & Restore. Ein Kopieren der Datei im laufenden Betrieb ist nicht zuverlässig; nutzen Sie die Sicherungsfunktion von DiKAS.

Läuft die Kasse nicht im Offline-Modus, liegen Ihre Daten zusätzlich in der DiKAS-Cloud.


Fernwartung & Updates

Die Windows-Version kann sich selbst aktualisieren: Sie lädt neue Versionen herunter und installiert sie nachts zwischen 2 und 4 Uhr, damit der Betrieb nicht unterbrochen wird. Kommt die Kasse nach einem Update nicht sauber hoch, wird der vorherige Stand automatisch wiederhergestellt.

Aktuell noch nicht eingeschaltet

Die automatische Aktualisierung ist vorbereitet, aber je Kunde erst nach Freigabe aktiv. Bis dahin aktualisieren Sie von Hand: dikas-setup.exe neu herunterladen und über die bestehende Installation ausführen — Ihre Daten bleiben erhalten. Für Client-Plätze entsprechend dikas-client-setup.exe.


Wenn etwas nicht funktioniert

Die Installation meldet einen Fehler

Das Setup schreibt ein ausführliches Protokoll:

C:\ProgramData\dikas\logs\setup-install.log

Dort steht im Klartext, welcher Schritt gescheitert ist — meist ein belegter Port 80/443.

Fehlt dieses Protokoll ganz?

Dann konnte das Setup gar nicht erst starten. In dem Fall hilft C:\Program Files\DiKAS\server\setup\nsis-exec.log weiter. Schicken Sie uns beide Dateien.

Die Kasse ist da, aber es lässt sich nichts speichern

Rufen Sie die Kasse über https:// auf, nicht über http://. Ohne HTTPS blockiert der Browser das Speichern — Anzeigen funktioniert, Buchen nicht.

Beim Zugriff von einem anderen Gerät über https://<IP-Adresse> zeigt der Browser eine Zertifikatswarnung. Das ist erwartet (die Kasse stellt sich ihr Zertifikat selbst aus); nach einmaligem Bestätigen arbeitet alles normal.

Die zweite Kasse findet die Hauptkasse nicht

  1. Netzwerkprofil prüfen — die Freigaben gelten nur im Profil „Privat":

    Get-NetConnectionProfile
    Set-NetConnectionProfile -InterfaceAlias 'Ethernet' -NetworkCategory Private
    
  2. Von der zweiten Kasse aus testen: https://<IP-der-Hauptkasse> im Browser öffnen.

Dienste prüfen

Get-Service DikasNext, DikasArch

Beide sollten Running melden. Falls nicht:

Start-Service DikasNext
Start-Service DikasArch
Get-WinEvent -LogName Application -Source DikasArch -MaxEvents 20

Was auf Windows (noch) fehlt

Elektronische Steuermeldung (ERiC) steht auf Windows noch nicht zur Verfügung
Signierte Setup-Dateien Windows zeigt beim Start eine SmartScreen-Warnung

Die TSE und alle Kassenfunktionen sind vollständig verfügbar.


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