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v26.3

VERI*FACTU: Verbindung prüfen und Wiedervorlage

Dieses Kapitel gilt nur für Spanien. Es beschreibt den Reiter, der zeigt, ob die Meldungen an die Steuerbehörde AEAT ankommen — und wie Sie einen Beleg erneut einreichen, nachdem eine Störung behoben ist.

Sie arbeiten in Deutschland?

Dann gilt dieses Kapitel nicht für Sie. Das deutsche Gegenstück ist TSE im Kassenalltag.


Wo es liegt

Einstellungen → Finanzen → VERI*FACTU. Der Reiter erscheint nur auf spanischen Installationen. Sind Übermittlungen endgültig fehlgeschlagen, zeigt der Reiter selbst ein Zähler-Badge mit der Anzahl — Sie müssen dafür nicht erst hineinklicken.


Was der Reiter zeigt

Bereich Inhalt
Verbindung zur AEAT Umgebung (Sandbox oder Live), Endpunkt, ob der Steuerpflichtige konfiguriert ist, das AEAT-Zertifikat mit Ablaufdatum bzw. Ladefehler im Klartext, und ob zusätzlich signiert wird (XAdES)
Zähler Anzahl im Rückstau, Anzahl endgültig fehlgeschlagen, Anzahl erfolgreich gemeldet, sowie das Datum des ältesten noch offenen Rückstau-Belegs
Zwei Listen Rückstau und endgültig fehlgeschlagene Belege, je Beleg mit Fehlermeldung, Anzahl Versuche und Zeitpunkt

Die Listen sind gedeckelt, die Zähler nicht

Jede der beiden Listen zeigt höchstens 200 Belege. Bei mehr Belegen fehlen weitere Zeilen in der Liste — die Zähler darüber zeigen trotzdem die vollständige Anzahl.


Rückstau oder endgültig fehlgeschlagen — der Unterschied

Ein Beleg, der der AEAT nicht sofort gemeldet werden kann, landet zuerst im Rückstau. DiKAS versucht die Meldung von dort automatisch alle zwei Minuten erneut, bis zu zehnmal.

Zustand Was es bedeutet Was Sie tun müssen
Rückstau (Pending) Die Übermittlung wartet noch — z. B. weil die AEAT kurzzeitig nicht erreichbar war. Der automatische Retry läuft weiter. In der Regel nichts. Bleibt ein Beleg lange im Rückstau, lohnt ein Blick auf die Verbindung oben im Reiter (Zertifikat, Endpunkt).
Endgültig fehlgeschlagen (Failed) Die automatischen Versuche sind aufgebraucht, oder die AEAT hat den Beleg dauerhaft abgelehnt (z. B. falsche Steuernummer). Der automatische Retry gibt auf — ohne Ihr Zutun bleibt der Beleg der AEAT für immer ungemeldet. Ursache klären, dann wiedervorlegen (siehe unten).

Erst die Ursache beheben, dann wiedervorlegen

Die Schaltfläche Wiedervorlegen setzt einen Beleg zurück in die Warteschlange, sodass der automatische Retry ihn erneut versucht. Sie behebt aber nichts von selbst — ein Beleg, der wegen eines abgelaufenen Zertifikats oder einer falschen Steuernummer scheiterte, scheitert nach der Wiedervorlage ohne weiteres Zutun erneut und erscheint wieder in derselben Liste.

Die richtige Reihenfolge:

  1. Fehlermeldung lesen — sie steht neben dem Beleg in der Liste „Endgültig fehlgeschlagen".
  2. Ursache beheben — je nach Meldung z. B. das AEAT-Zertifikat erneuern (Owner-Beschaffung) oder die Steuerpflichtigen-Angaben korrigieren.
  3. Erst danach wiedervorlegen — einzeln je Beleg oder gesammelt für alle endgültig fehlgeschlagenen Belege.

Wiedervorlage ist eine bewusste Handlung, kein Automatismus

Das ist Absicht: Ein dauerhaft falsch konfigurierter Betrieb (z. B. falsche NIF) soll nicht endlos gegen die AEAT laufen. Erst wenn die Ursache behoben ist, ergibt die Wiedervorlage Sinn.


Nächste Schritte