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v26.3

🪟 DiKAS unter Windows

Welche Datei brauche ich?

Für genau einen Kassenplatz auf einem Windows-PC ist der Windows-Installer der Standardweg. Er installiert Kassenserver, Hardware-Anbindung und Kassenoberfläche direkt auf diesem PC. Die Windows-Version ist eine Einplatz-Version: Sollen mehrere Kassen oder andere Clients auf denselben Server zugreifen, verwenden Sie stattdessen die VM-/ISO-Appliance.

Ihre Situation Der passende Weg Was Sie herunterladen
Genau ein Kassenplatz auf einem Windows-PC Windows-Installer (empfohlen) — alles läuft ausschließlich auf diesem PC dikas-setup.exe
Mehrere Kassen oder andere Clients VM-/ISO-Appliance (empfohlen) — sie ist der zentrale Server; die Kassen greifen per Browser, App oder Windows-Client darauf zu dikas.iso · Anleitung für Hyper-V und VirtualBox
Weiterer Windows-Kassenplatz Windows-Client — nur zusammen mit der zentralen VM-/ISO-Appliance dikas-client-setup.exe

Setup, Client oder ISO — der wichtige Unterschied

  • dikas-setup.exe ist die vollständige Windows-Einplatzkasse. Sie ist nur für genau einen Kassenplatz vorgesehen und wird nicht als Server für weitere Clients eingesetzt.
  • dikas-client-setup.exe ist nur ein zusätzlicher Bedienplatz. Er funktioniert nicht allein und braucht immer eine erreichbare VM-/ISO-Appliance als Hauptkasse.
  • dikas.iso ist kein Windows-Programm. Es installiert eine vollständige DiKAS-Appliance in einer virtuellen Maschine oder auf eigener Kassenhardware.

Wann ist die VM/ISO trotzdem die bessere Wahl?

Nehmen Sie die Appliance als VM, wenn DiKAS bewusst getrennt vom Windows-Arbeitsplatz laufen soll, bereits Hyper-V/VirtualBox vorhanden ist oder viele Kassen auf einen gemeinsamen Server zugreifen. Sie entspricht technisch der DiKAS-Kassenhardware und lässt sich unabhängig vom Arbeitsplatz neu starten und warten.

Für genau einen Kassenplatz auf einem vorhandenen Windows-PC ist dagegen der Windows-Installer einfacher: herunterladen, als Administrator starten und mit dem InstallKey aktivieren.

DiKAS als virtuelle Maschine: Hyper-V und VirtualBox

Hyper-V kurz vorweg

Verwenden Sie Generation 2 und schalten Sie unter Einstellungen → Sicherheit den sicheren Start (Secure Boot) aus. Ohne diese Kombination bootet das DiKAS-ISO nicht.

Native Installation unter Windows

Der folgende Teil beschreibt die direkte Installation der Windows-Version. Dabei laufen Kassenserver, Hardware-Dienst und Oberfläche unmittelbar unter Windows.

Ausgelegt ist sie ausschließlich auf den Einzelplatz: ein Rechner, eine Kasse, alles darauf. Sie ist nicht der Serverweg für eine zweite Kasse oder andere Clients. Sobald mehrere Geräte auf dieselbe Kasse zugreifen sollen, installieren Sie DiKAS als VM-/ISO-Appliance.

Download

Paket Wofür Download
Windows-Einplatzkasse Daten, Kassenserver, Hardware-Dienst und Oberfläche liegen gemeinsam auf genau diesem Rechner dikas-setup.exe (ca. 200 MB)

Für weitere Kassenplätze verwenden Sie nicht diese Windows-Vollinstallation, sondern eine zentrale VM-/ISO-Appliance und bei Bedarf den Windows-Client.

Der Link zeigt immer auf die aktuelle Fassung

Die Download-Adresse bleibt gleich — Sie laden darüber stets die neueste Version. Ein Update ist einfach das Ausführen des frisch geladenen Setups über die bestehende Installation; Ihre Daten bleiben dabei erhalten.


Voraussetzungen

Betriebssystem Windows 10 oder 11 (64 Bit) bzw. Windows Server 2016 oder neuer
Rechte Administrator (die Installation richtet zwei Windows-Dienste ein)
Arbeitsspeicher 4 GB, empfohlen 8 GB
Festplatte 2 GB frei für das Programm, dazu Platz für Ihre Daten

Die Ports 80 und 443 müssen frei sein

DiKAS bedient die Kassenoberfläche über HTTPS auf Port 443 und leitet Port 80 dorthin um. Läuft auf dem Rechner bereits ein Webserver, bricht die Installation mit einer klaren Meldung ab und nennt das blockierende Programm.

Auf Windows Server ist das der Regelfall: Die Rolle Webserver (IIS) belegt beide Ports. Entweder IIS abschalten oder einen anderen Rechner für die Kasse nehmen.

Stop-Service W3SVC
Set-Service W3SVC -StartupType Disabled

Installation der Hauptkasse

  1. dikas-setup.exe herunterladen, dann per Rechtsklick → Als Administrator ausführen starten.

    Windows warnt vor unbekanntem Herausgeber

    Das Setup ist derzeit nicht signiert. Windows SmartScreen zeigt deshalb einen blauen Hinweis. Über „Weitere Informationen" → „Trotzdem ausführen" geht es weiter.

  2. Installationsverzeichnis bestätigen (Vorgabe: C:\Program Files\DiKAS).

  3. Offline-Modus? Das Setup fragt einmal nach:

    • Nein (normal): Die Kasse synchronisiert mit der DiKAS-Cloud. Sie können von überall auf Auswertungen zugreifen, und Ihre Daten liegen zusätzlich in der Cloud.
    • Ja: Die Kasse arbeitet strikt für sich, ohne Cloud-Synchronisation. Die Lizenz wird alle drei Wochen geprüft. Wählen Sie das nur, wenn der Rechner bewusst offline bleiben soll.
  4. Das Setup richtet danach selbstständig ein: Datenverzeichnisse und die beiden Windows-Dienste. Das dauert beim ersten Mal ein bis zwei Minuten — Windows Defender prüft die Programmdateien dabei einmal komplett.

  5. Lizenz aktivieren. Nach der Installation öffnet sich die Lizenzmaske. Erst mit der erfolgreichen Aktivierung legt DiKAS die Datenbank an, holt bei einer Cloud-Kasse zuerst Ihren bestehenden Datenbestand aus der Cloud und startet dann den Kassenserver dauerhaft. Vorher gibt es keine Kasse, keinen Demo-Betrieb und kein zufälliges Admin-Passwort — eine Kasse ohne Lizenz bleibt leer, statt still mit falschen Daten zu laufen.

  6. Kassenoberfläche öffnen: https://localhost auf dem Kassenrechner selbst.

Eine lizenzierte Kasse lässt sich nicht ein zweites Mal lizenzieren

Ist die Lizenz einmal aktiviert und der erste Datenabgleich abgeschlossen, verweigert die Lizenzmaske eine erneute Auswahl. Das schützt vor einem versehentlichen Neuaufbau über eine laufende Datenbank. Soll die Kasse tatsächlich neu aufgesetzt werden, wenden Sie sich an den DiKAS-Support.

Warum die Windows-Version keine Netzfreigabe setzt

Die Windows-Einplatzversion bleibt absichtlich nur auf ihrem eigenen Rechner erreichbar. Das vermeidet unnötige Freigaben und hält die Einrichtung klein. Benötigen Sie eine zweite Kasse, einen Küchenmonitor auf einem eigenen Gerät oder andere Clients, ist das keine Einplatzinstallation mehr: Verwenden Sie dafür die zentrale VM-/ISO-Appliance.

Was die Installation anlegt

Programm C:\Program Files\DiKAS
Ihre Daten C:\ProgramData\dikas (Datenbank, Belegdateien, Zertifikat)
Protokolle der Einrichtung C:\ProgramData\dikas\logs\setup-install.log
Dienst „DiKAS Server" der Kassenserver (DikasNext)
Dienst „DiKAS Arch" Hardware: Kartenleser, Schankanlage, serielle Geräte (DikasArch)

Ihre Daten überleben eine Deinstallation

C:\ProgramData\dikas bleibt bei der Deinstallation erhalten. Wer wirklich alles entfernen will, löscht den Ordner danach von Hand — vorher unbedingt eine Sicherung ziehen.


Mehrere Kassen oder Clients einrichten

  1. DiKAS zentral als VM-/ISO-Appliance installieren. Diese Appliance ist die Hauptkasse und im lokalen Netz für die weiteren Plätze erreichbar.
  2. Auf einem zusätzlichen Windows-Kassenplatz dikas-client-setup.exe herunterladen und auf dem zweiten PC als Administrator ausführen.
  3. Beim ersten Start die Adresse der Hauptkasse eingeben — Name oder IP-Adresse, zum Beispiel 192.168.1.50.
  4. Fertig: Der Client merkt sich die Adresse und verbindet sich künftig automatisch.

Der Client braucht die Hauptkasse

Ein Client speichert selbst keine Daten. Ist die Hauptkasse aus oder das Netz gestört, kann an diesem Platz nicht kassiert werden.

Alles Weitere zum Client — Vollbild, Betragsanzeige, Kartenleser-Port, eigene Einstellungsdatei und Fehlersuche — steht auf einer eigenen Seite: DiKAS Windows-Client.


Kundendisplay (Betragsanzeige)

Für den zum Gast gerichteten Bildschirm gibt es eine eigene Verknüpfung: DiKAS Betragsanzeige — im Startmenü und auf dem Desktop, vom Setup angelegt.

  1. Zweiten Monitor anschließen und in Windows aktivieren.
  2. DiKAS Betragsanzeige starten. Das Fenster öffnet sich bildschirmfüllend auf dem zweiten Monitor und zeigt einen sechsstelligen Kopplungscode.
  3. An der Kasse POS-Einstellungen → Kundendisplay → Display koppeln öffnen und den Code auswählen.

Fertig. Die Kasse bleibt auf dem ersten Bildschirm, der Gast sieht auf dem zweiten Warenkorb, Summe und nach dem Bezahlen den Beleg-QR-Code.

Kein Netzwerk nötig

Die Betragsanzeige läuft auf demselben Rechner wie die Kasse. Sie braucht deshalb keine Netzfreigabe und bleibt Teil des einen Kassenplatzes.

Beenden und automatisch starten

Esc schließt die Anzeige. Soll sie beim Anmelden von selbst hochkommen, legen Sie die Verknüpfung in den Autostart-Ordner: Windows+R, shell:startup, und die Verknüpfung DiKAS Betragsanzeige dort hineinkopieren.

Nach einem Neustart der Kasse erneut koppeln

Die Kopplung merkt sich die Kasse bis zu ihrem nächsten Neustart oder Update. Erscheint auf dem Gastbildschirm wieder ein Code, wählen Sie ihn an der Kasse erneut aus. Zeigt die Anzeige gar nichts Neues mehr, schließen Sie sie mit Esc und starten sie neu.

Ein eigenes Gerät als Kundendisplay (Tablet, TV-Stick) ist dagegen ein weiterer Client. Dafür verwenden Sie die VM-/ISO-Appliance statt der Windows-Einplatzinstallation. Die vollständige Anleitung mit Slideshow, Anzeige-Modi und Fehlersuche steht unter Einstellungen → Kundendisplay.


Kartenleser (Mitarbeiterkarten)

Beide Installationen unterstützen Mitarbeiterkarten:

Lesertyp Anschluss Hinweis
Baltech seriell (USB-COM) wird automatisch erkannt — notfalls COM-Port fest eintragen
PC/SC USB nutzt die Windows-eigene Smartcard-Schnittstelle
Keyboard-Wedge USB funktioniert ohne Einrichtung, der Leser tippt die Nummer ein

Leser erst anstecken, dann suchen lassen

Windows startet seinen Smartcard-Dienst erst, wenn ein Leser steckt. Stecken Sie den Leser einfach an — DiKAS prüft regelmäßig nach und nimmt ihn dann von selbst in Betrieb. Ein Neustart ist nicht nötig.

Findet ein Leser keine Karte, hilft meist: Leser abziehen, zehn Sekunden warten, wieder anstecken.

Baltech-Leser: COM-Port von Hand festlegen

DiKAS erkennt den Baltech-Leser normalerweise selbst. Wird er trotz Anstecken nicht gefunden — etwa weil ein anderer serieller Adapter dazwischenfunkt —, lässt sich der COM-Port fest eintragen. Den richtigen Port zeigt der Windows-Geräte-Manager unter Anschlüsse (COM & LPT). Auf der Hauptkasse steht er in C:\ProgramData\dikasarch\dikasarch.json:

{
  "NfcBaltech": true,
  "BaltechComport": "COM3"
}

Die Änderung greift sofort, ein Neustart ist nicht nötig. Für einen Kartenleser am Client gilt ein eigener Eintrag — siehe DiKAS Windows-Client.


Datenbank

Unter Windows verwendet DiKAS SQLite — eine Datei unter C:\ProgramData\dikas\db\dikas.db. Es wird keine zusätzliche Datenbank installiert, und Sie müssen nichts einrichten.

Diese Datei ist Ihr Betrieb

Sichern Sie C:\ProgramData\dikas regelmäßig — siehe Backup & Restore. Ein Kopieren der Datei im laufenden Betrieb ist nicht zuverlässig; nutzen Sie die Sicherungsfunktion von DiKAS.

Läuft die Kasse nicht im Offline-Modus, liegen Ihre Daten zusätzlich in der DiKAS-Cloud.


Fernwartung & Updates

Die Windows-Version aktualisiert sich selbst: Sie lädt neue Versionen herunter und installiert sie im Wartungsfenster zwischen 4 und 6 Uhr morgens, damit der Betrieb nicht unterbrochen wird. Nach dem Update prüft die Kasse, ob Kassenserver und Hardware-Dienst wieder sauber laufen; ist das nach zehn Minuten nicht der Fall, wird der vorherige Stand automatisch wiederhergestellt. Ein abgeschlossenes Update meldet sich erst, wenn beide Dienste gesund sind.

Die automatische Aktualisierung ist bei jeder Hauptkassen-Installation ab Werk eingeschaltet, auch nach einem Update einer bestehenden Kasse. Sie erhalten dabei ausschließlich freigegebene Versionen (Kanal main). Einen Beta-Kanal gibt es nur für Pilotbetriebe, die ihn ausdrücklich mit DiKAS vereinbart haben; eine solche Wahl wird durch Updates nicht überschrieben.

Von Hand aktualisieren

Wer nicht bis zum Nachtfenster warten will, führt dikas-setup.exe neu heruntergeladen über die bestehende Installation aus — die Daten bleiben erhalten. Für Client-Plätze entsprechend dikas-client-setup.exe.

Die Kassenoberfläche wird im Betrieb über https:// mit einem Standort-Zertifikat angesprochen, das die Kasse selbst ausstellt und nur für lokale Namen gilt; jedes Gerät bestätigt es einmal — siehe Zertifikate.


Wenn etwas nicht funktioniert

Die Installation meldet einen Fehler

Das Setup schreibt ein ausführliches Protokoll:

C:\ProgramData\dikas\logs\setup-install.log

Dort steht im Klartext, welcher Schritt gescheitert ist — meist ein belegter Port 80/443.

Fehlt dieses Protokoll ganz?

Dann konnte das Setup gar nicht erst starten. In dem Fall hilft C:\Program Files\DiKAS\server\setup\nsis-exec.log weiter. Schicken Sie uns beide Dateien.

Die Kasse ist da, aber es lässt sich nichts speichern

Rufen Sie die Kasse über https:// auf, nicht über http://. Ohne HTTPS blockiert der Browser das Speichern — Anzeigen funktioniert, Buchen nicht.

Versuchen Sie nicht, diese Einplatzinstallation für eine zweite Kasse oder ein separates Kundendisplay im Netz freizugeben. Richten Sie für mehrere Clients eine VM-/ISO-Appliance ein; die Fehlersuche für zusätzliche Windows-Plätze steht unter DiKAS Windows-Client.

Dienste prüfen

Get-Service DikasNext, DikasArch

Beide sollten Running melden. Falls nicht:

Start-Service DikasNext
Start-Service DikasArch
Get-WinEvent -LogName Application -Source DikasArch -MaxEvents 20

Was auf Windows (noch) fehlt

Elektronische Steuermeldung (ERiC) steht auf Windows noch nicht zur Verfügung
Signierte Setup-Dateien Windows zeigt beim Start eine SmartScreen-Warnung

Die TSE und alle Kassenfunktionen sind vollständig verfügbar.


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