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v26.3

🖥️ DiKAS Windows-Client (zweite Kasse)

Der Client ist die Kassenoberfläche für jeden weiteren Windows-Platz im Betrieb. Er speichert selbst keine Daten, sondern arbeitet auf der Hauptkasse. Diese Seite beschreibt den Client vollständig: Einrichtung, Vollbild, Betragsanzeige, Kartenleser und Fehlersuche.

Ein Betrieb, eine Hauptkasse

Auf einem Rechner läuft dikas-setup.exe (Hauptkasse mit Datenbank und Diensten), auf allen weiteren dikas-client-setup.exe. Wie die Hauptkasse eingerichtet wird, steht unter DiKAS unter Windows.


Einrichten

  1. dikas-client-setup.exe herunterladen und auf dem zweiten PC als Administrator ausführen.
  2. Beim ersten Start fragt das Programm nach der Adresse der Hauptkasse — Name oder IP-Adresse, zum Beispiel 192.168.1.50.
  3. Fertig: Der Client merkt sich die Adresse und verbindet sich künftig automatisch.

Über das Menü „Verbinden…" lässt sich die Adresse jederzeit ändern, „Trennen" vergisst sie wieder.

Der Client braucht die Hauptkasse

Ist die Hauptkasse aus oder das Netz gestört, kann an diesem Platz nicht kassiert werden.


Einstellungen

Im Verbinden-Dialog führt „Einstellungen anzeigen" zu allem, was sich am Client einstellen lässt — Vollbild, Betragsanzeige und Kartenleser. Eine Datei müssen Sie dafür nicht mehr anfassen.

Einstellung Wirkt
Vollbild (Kiosk-Modus) nach einem Neustart — der Dialog bietet dafür eine Schaltfläche an
Betragsanzeige auf zweitem Bildschirm ab der nächsten Verbindung
Kartenleser-Anschluss sofort, der Leser wird gleich neu gesucht

Den Dialog erreichen Sie jederzeit über das Menü „DiKAS Client → Verbinden…".

Kein zweiter Bildschirm angeschlossen?

Die Einstellung sagt es Ihnen. Sie darf trotzdem eingeschaltet bleiben: Sobald ein Kundenmonitor angesteckt wird, erscheint die Anzeige von selbst.

Dieselben Werte als Datei

Wer viele Plätze gleich vorbereiten will, kann die Datei auch direkt schreiben:

%APPDATA%\dikas-client\config.json

Den Ordner erreichen Sie am schnellsten, indem Sie %APPDATA%\dikas-client in die Adresszeile des Explorers eingeben. Die Datei gehört zum angemeldeten Windows-Benutzer — wer den Client unter einem zweiten Benutzerkonto startet, richtet ihn dort erneut ein.

{
  "server": "192.168.1.50",
  "kiosk": true,
  "betragsanzeige": true,
  "baltechComPort": "COM3"
}
Eintrag Bedeutung
server Adresse der Hauptkasse. Wird beim Verbinden automatisch eingetragen.
kiosk true = Vollbild ohne Rahmen, false = normales Fenster. Fehlt der Eintrag, startet der Client unter Windows als Fenster.
betragsanzeige true = Kundenanzeige bildschirmfüllend auf dem zweiten Monitor.
baltechComPort Fester COM-Port für einen Baltech-Kartenleser. Fehlt der Eintrag, sucht der Client den Leser selbst.

Nach dem Ändern von Hand neu starten

Der Client liest die Datei beim Programmstart. Über den Einstellungs-Dialog geänderte Werte greifen dagegen sofort bzw. mit der nächsten Verbindung.

Fehlt die Datei oder ist sie unlesbar, startet der Client mit den Standardwerten und fragt nach der Adresse der Hauptkasse — kaputtgehen kann dabei nichts.


Vollbild statt Fenster

Am Büro-PC ist ein normales Fenster praktisch, am Kassenplatz mit Touch-Bildschirm stört es. Für den Vollbild-Betrieb — randlos, ohne Titel- und Menüleiste, wie auf der DiKAS-Appliance — setzen Sie im Einstellungs-Dialog den Haken bei Vollbild (Kiosk-Modus) und starten den Client neu; der Dialog bietet dafür direkt eine Schaltfläche an. In der Datei entspricht das "kiosk": true.

Ohne Haken läuft der Client als Fenster (1440 × 900, frei veränderbar). Eine Taste zum Umschalten gibt es bewusst nicht: An einem Kassenplatz soll niemand versehentlich aus dem Vollbild fallen.

Ältere Installationen

Client-Installationen aus der Zeit vor dieser Einstellung lesen das Vollbild aus C:\ProgramData\dikasarch\shell.json. Diese Datei funktioniert unverändert weiter und gilt auch weiterhin für die Hauptkasse. Steht kiosk in beiden Dateien, gewinnt beim Client seine eigene config.json.


Betragsanzeige auf dem zweiten Bildschirm

Hängt am Kassenplatz ein zweiter Monitor für den Gast, zeigt der Client darauf die Betragsanzeige — bildschirmfüllend, ohne Rahmen. Haken im Einstellungs-Dialog setzen, danach einmal neu verbinden (Menü „Verbinden…"), fertig.

Eine Kopplung mit Code-Eingabe ist dafür nicht nötig: Der Client öffnet Kasse und Anzeige mit demselben Schlüssel, sie finden sich dadurch von selbst. Der Schlüssel wird bei jedem Start neu vergeben.

Monitor später angesteckt

Der Client sieht alle paar Sekunden nach. Ein Kundenmonitor, der im laufenden Betrieb angesteckt wird, bekommt die Anzeige von selbst — und beim Abziehen verschwindet sie wieder.

Zweiter Monitor unter Windows

Wie der zweite Bildschirm angeordnet ist, stellt Windows selbst ein (Einstellungen → System → Bildschirm). Der Client übernimmt die dortige Anordnung und legt die Anzeige auf den Monitor, der nicht der Hauptbildschirm ist.


Kartenleser (Mitarbeiterkarten)

Der Client liest Mitarbeiterkarten selbst aus — der Leser steckt also am Kassenplatz, nicht an der Hauptkasse.

Lesertyp Anschluss Hinweis
Baltech seriell (USB-COM) wird automatisch erkannt
PC/SC USB nutzt die Windows-eigene Smartcard-Schnittstelle
Keyboard-Wedge USB funktioniert ohne Einrichtung, der Leser tippt die Nummer ein

Baltech-Leser: COM-Port von Hand festlegen

Wird der Leser trotz Anstecken nicht gefunden — etwa weil ein anderer serieller Adapter dazwischenfunkt —, lässt sich der Anschluss fest wählen: Einstellungs-Dialog öffnen, unter Kartenleser den Anschluss aus der Liste wählen und speichern. Der Client sucht den Leser daraufhin sofort neu, ein Neustart ist nicht nötig. Erkannte Baltech-Leser sind in der Liste gekennzeichnet; steckt der Leser gerade nicht, lässt sich der Anschluss über „Anderen Anschluss eingeben…" von Hand setzen (den Namen zeigt der Windows-Geräte-Manager unter Anschlüsse (COM & LPT)). In der Datei entspricht das "baltechComPort": "COM3".

Läuft auf dem PC auch die Hauptkasse, zählt deren Einstellung

Auf einer Vollinstallation bedient der Dienst „DiKAS Arch" den Leser; der Client fasst die Hardware dann bewusst nicht an, damit sich beide nicht in die Quere kommen. Maßgeblich ist dort C:\ProgramData\dikasarch\dikasarch.json mit dem Eintrag "BaltechComport".


Wenn etwas nicht funktioniert

Der Client findet die Hauptkasse nicht

  1. Netzwerkprofil auf der Hauptkasse prüfen — die Firewall-Freigaben gelten nur im Profil „Privat":

    Get-NetConnectionProfile
    Set-NetConnectionProfile -InterfaceAlias 'Ethernet' -NetworkCategory Private
    
  2. Vom Client aus testen: https://<IP-der-Hauptkasse> im Browser öffnen. Erscheint dort die Kasse, liegt es nicht am Netz.

  3. Der Client verbindet sich immer verschlüsselt über https — eine Portangabe in der Adresse ist weder nötig noch möglich.

„Unter dieser Adresse läuft kein DiKAS-Server"

Der Client prüft vor dem Verbinden, ob am anderen Ende wirklich eine DiKAS-Hauptkasse antwortet. Die Meldung erscheint, wenn dort etwas anderes läuft — etwa ein Router-Menü oder eine andere Anwendung auf demselben Rechner. Adresse prüfen und sicherstellen, dass die Hauptkasse gestartet ist.

Der Kartenleser wird nicht erkannt

Leser abziehen, zehn Sekunden warten, wieder anstecken. Windows startet seinen Smartcard-Dienst erst, wenn ein Leser steckt; DiKAS prüft regelmäßig nach und nimmt ihn dann von selbst in Betrieb. Hilft das nicht, den COM-Port fest eintragen.


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