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v26.3

Event-Ticketing: Einrichtung, Einlass und Betriebsgrenzen

Diese Seite beschreibt den heute belastbar nutzbaren Ablauf für Eintrittskarten. Gemeint ist das Event-Ticketing; Support-Anfragen im Kundenportal sind ein anderes Ticketsystem.

Geeigneter Einsatz

Das Modul eignet sich im Pilotbetrieb für einfache, eintägige Veranstaltungen mit Online-Vorverkauf, Stückkontingent und moderatem Einlass. Vor dem ersten Verkauf müssen Ticketing, Online-Shop und mindestens ein Online-Zahlungsanbieter eingerichtet sein.

Heute unterstützt werden:

  • Online-Kauf über den normalen Warenkorb und Ticketausstellung erst nach bestätigter Zahlung
  • eindeutiger QR-Code und PDF je Ticket
  • ein Kontingent je Ticketartikel und Veranstaltungstag, optional mit Überbuchung
  • Gruppenkauf, Storno, Erstattung, Ablauf und Tagesabschlusszahlen
  • Einlassprüfung mit Schutz gegen Doppel-Scan
  • optional Freigetränke, Freiguthaben, Garderobe und Disco-Eintrittsgruppe
  • personalisierte Tickets mit dem Namen des Bestellers

Bewusste Grenzen

Vor einem Kundenangebot müssen diese Grenzen berücksichtigt werden:

  • Ein Verkauf an der normalen Tages-/Abendkasse erzeugt noch kein scanbares Ticket. Scanbare Karten entstehen nur über den Online-Shop.
  • Es gibt keine Sitzplätze, Saalpläne, Preiskategorien, Terminpreise, Mehrtagestickets, Dauerkarten oder Gästeliste.
  • Bei einem personalisierten Gruppenkauf steht derselbe Bestellername auf allen Karten. Der Shop erfasst keine einzelnen Teilnehmernamen. Der Name wird beim Einlass nicht automatisch mit einem Ausweis abgeglichen.
  • Gruppenstorno ist derzeit nur technisch per API möglich, nicht als Schaltfläche in der Maske.
  • Die Felder Teilzahlung, Mindestanzahlung und Nur online sind sichtbar, beeinflussen den heutigen Kaufablauf aber noch nicht. Tickets werden nach vollständiger bestätigter Online-Zahlung ausgestellt.
  • Ein Veranstaltungstag reicht technisch bis 06:00 Uhr des Folgetags. Ein Ticket gilt immer für genau diesen Betriebstag.
  • Bei sehr großen Ticketbeständen ist vor Freigabe ein Einlass-Lasttest erforderlich.
  • Apple Wallet und Google Wallet sind noch nicht angebunden. PDF und QR-Code sind der aktuelle Auslieferungsweg.

Wallet-Idee mit Standortvorschlag

Als optionale Ausbaustufe kann jede Karte nach dem Kauf über Zu Apple Wallet beziehungsweise Zu Google Wallet gespeichert werden. Veranstaltungstag, Einlasszeit und die Koordinaten des Veranstaltungsorts können Wallet veranlassen, das Ticket in der Nähe des Ladens auf dem Sperrbildschirm vorzuschlagen. Das Betriebssystem und die Einstellungen des Gastes entscheiden darüber; ein garantiertes automatisches Öffnen gibt es nicht. DiKAS müsste dafür keinen Standort des Gastes speichern oder verfolgen.

Für diese Erweiterung werden je Veranstaltungsort Name, Adresse, Zeitzone, Breiten- und Längengrad benötigt. Stornierte und erstattete Karten müssen anschließend auch in Wallet aktualisiert werden.

Ticketartikel einrichten

  1. Unter Admin → Einstellungen → Betrieb das Ticketing aktivieren.
  2. Unter Admin → Artikel einen Artikel anlegen und den Artikeltyp Ticket wählen.
  3. Im Reiter Ticket mindestens das Kontingent pro Datum festlegen.
  4. Bei Bedarf Personalisierung, Gruppenkauf, Zeitfenster und enthaltene Extras konfigurieren.
  5. Online-Shop, Öffnungszeiten sowie Stripe oder PayPal einrichten.
  6. Vor dem Verkauf einen vollständigen Testkauf mit Testzahlung, PDF und Probe-Scan durchführen.

Ein Artikel vom Typ Ticket ist ohne gespeicherte Ticket-Konfiguration nicht im Ticketshop kaufbar. Ohne Kapazitätswert gibt es keine verlässliche Restmengenanzeige.

Kaufweg für Gäste

  1. Der Gast wählt im Online-Shop das Ticket, den Veranstaltungstag und die Anzahl.
  2. Er gibt Name und E-Mail-Adresse ein und schließt die Online-Zahlung ab.
  3. Nach bestätigter Zahlung erzeugt das System den Kassenbeleg und danach die Tickets.
  4. Der Gast erhält pro Karte einen eigenen QR-Code und ein PDF.

Der alte Direktkauf-Endpunkt /api/v1/ticket-shop/purchase ist aus Sicherheits- und Fiskalgründen stillgelegt und antwortet mit 410 Gone. Ausschließlich der normale Warenkorb-/Zahlweg darf verwendet werden.

Eingangs- und Kontrollmaske

Für reine Event-Tickets lautet der Weg:

  1. Kasse → Menü → Ticket-Scan öffnen.
  2. QR-Code mit der Kamera beziehungsweise einem Scanner lesen oder den Code eingeben.
  3. Validieren wählen. Die Validierung zeigt Gültigkeit, Veranstaltung, Datum, Zeitfenster, Ticketstatus, Gastname und gegebenenfalls einen offenen Restbetrag.
  4. Bei gültigem Ergebnis und tatsächlichem Einlass Einlass drücken. Erst dieser Schritt entwertet das Ticket; Validieren allein invalidiert nichts.
  5. Ein erneuter Einlassversuch wird als bereits eingelöst abgewiesen. Eine erneute Validierung vor dem Einlass ist dagegen zulässig.

Ein angezeigter Restbetrag ist auch ohne Disco eine Einlasssperre. Er wird unter Admin → Tickets → Restzahlung mit einer konfigurierten Zahlart und Beleg kassiert. Danach erneut validieren; vorher darf Einlass nicht angeboten oder bestätigt werden.

Ist das Disco-Modul aktiv, wird der QR-Code auf der Eintrittsseite validiert; anschließend muss die Disco-Karte gescannt oder aufgelegt werden. Ohne Karte gibt es keinen Disco-Einlass. Meldet die Validierung einen Restbetrag, wird er zuerst in der Eingangsmaske über eine konfigurierte Zahlart kassiert (mit Beleg und TSE-Signatur). Im Normalfall wird nichts erneut kassiert: Der Ticketpreis enthält den bereits bezahlten Eintritt.

Ist am Ticketartikel „Geschlecht am Ticket-Einlass abfragen“ aktiviert, erfasst das Personal M/W. Ohne diese Einstellung wird der Statistikwert als nicht angegeben geführt. Erst danach wird Einlass bestätigt: Das Ticket wird entwertet, die Karte eröffnet und Eintrittsgruppe, Freigetränke, Freiguthaben, konfigurierte Pflicht-/Erstartikel sowie Garderobenberechtigung werden auf die Karte übernommen. Bei enthaltener Garderobe ist genau die erste Garderobenbuchung kostenlos.

Bei personalisierten Tickets vergleicht das Einlasspersonal den angezeigten Namen bei Bedarf manuell mit einem Ausweis. Das System trifft keine automatische Identitätsentscheidung.

Verkaufszahlen und offene Tickets

Unter Admin → Tickets stehen vier Reiter bereit:

Reiter Inhalt
Tickets Liste und Suche nach Nummer, Artikel oder Gast; Filter nach Status und Zeitraum
Kapazitäten je Datum und Ticketart: verkauft, maximal und noch verfügbar
Statistiken verkauft, eingecheckt, offen, storniert, abgelaufen, erstattet und Umsatz
Konfiguration Übersicht der Ticketartikel und ihrer Einstellungen

Offen bedeutet: bezahlt und ausgestellt, aber noch nicht eingecheckt. Stornierte, erstattete und abgelaufene Karten zählen nicht als offener Einlass.

Storno, Erstattung und Abschluss

Ein gekauftes Ticket kann innerhalb der konfigurierten Frist storniert werden. Dadurch wird der Kontingentplatz wieder frei. Eine Erstattung ist erst nach dem Storno möglich und erzeugt einen fiskalischen Gegenbeleg. Nicht eingelöste Karten werden nach ihrem Veranstaltungstag automatisch als abgelaufen markiert. Der Tagesabschluss weist Online-Verkäufe, Einlass und Erstattungen aus.

Abnahme vor dem Pilotstart

  • Ticketing und Ticketartikel sind aktiv; Konfiguration und Kontingent sind gespeichert.
  • Shop und Zahlungsanbieter laufen im richtigen Betriebsmodus.
  • Ein echter Testkauf erzeugt Beleg, QR und PDF; kein Ticket entsteht vor der Zahlungsbestätigung.
  • Die Eingangsmaske akzeptiert die Karte einmal und sperrt den Doppel-Scan.
  • Admin → Tickets → Kapazitäten/Statistiken zeigt die erwarteten Verkaufs- und Offen-Zahlen.
  • Storno, Kontingentfreigabe und Erstattung wurden mit einer Testbestellung geprüft.
  • Personal kennt die manuellen Namensprüfung und den Ersatzablauf bei Netz-/Scannerproblemen.

Technische Details und Endpunkte stehen unter Ticketing (Technik). Die sichere Einbettung in eine Kundenwebsite beschreibt Ticketverkauf in die eigene Website einbetten.