Betriebsarten¶
DiKAS passt sich Ihrem Betrieb an — von der einzelnen Tablet-Kasse am Marktstand bis zum lokalen Server mit mehreren Kassen im Restaurant. Es gibt drei typische Betriebsarten. Sie lassen sich jederzeit erweitern: Man startet klein und wächst mit.
| Betriebsart | Ideal für | Server nötig? |
|---|---|---|
| 1 · Einzel-Tablet (App) | Foodtruck, Marktstand, mobile Einzelkasse | Nein — alles auf dem Tablet |
| 2 · Cloud-First mit App | Betriebe mit Online-Bestellung, QR-Tisch oder Reservierung | Nein — die Cloud übernimmt |
| 3 · Lokaler Server mit Cloud-Fallback | Restaurant/Bar mit mehreren Kassen | Ja — Kassen-PC oder Mini-PC |
1 · Einzel-Tablet (App)¶
Die DiKAS-App läuft eigenständig auf einem Android-Tablet — ohne Server, ohne dauerhafte Internetverbindung. Alle Daten liegen lokal auf dem Gerät.
- Wofür? Kleine und mobile Betriebe: Foodtruck, Marktstand, Popup, eine einzelne Theke.
- Hardware? Nur das Tablet. Kartenzahlung per Tap-to-Pay (NFC) direkt am Gerät, Bondruck über einen WLAN-/Bluetooth-Drucker.
- Internet? Nur für Kartenzahlung nötig — Barverkauf funktioniert komplett offline.
2 · Cloud-First mit App¶
Eine Cloud-Instanz übernimmt die Online-Funktionen (Webshop, QR-Tisch-Bestellung, Reservierungen, Online-Zahlungen); vor Ort kassieren Sie über die App oder den Browser. Hardware wie Drucker, EC-Terminal und TSE hängt im Laden.
- Wofür? Betriebe, die online sichtbar sein wollen — Bestell- und Reservierungsannahme rund um die Uhr, ohne eigenen Server.
- Hardware? Die lokalen Geräte (Drucker, EC-Terminal, TSE) werden über den Hardware-Agenten angesteuert, der bereits in der App und der Appliance steckt.
- Internet? Erforderlich — die Cloud ist der zentrale Punkt.
→ Cloud & lokale Maschine · Hardware-Agent & Cloud-Failover
3 · Lokaler Server mit Cloud-Fallback¶
Ein lokaler Server im Betrieb steuert alle Kassen und die Hardware (Bondrucker, Küchenmonitor, EC-Terminal, TSE). Die Cloud übernimmt die Online-Funktionen und dient als Ausfallsicherung.
- Wofür? Größere Betriebe mit mehreren Kassen — Restaurant, Bar, Biergarten. Schnell, stabil, auch bei schwacher Internetleitung.
- Wer ist der Server? Der Server kann der Kassen-PC selbst sein. Arbeiten Sie nur mit Tablets, übernimmt ein kleiner Mini-PC die Server-Rolle.
- TSE: Der lokale Server signiert die Belege auf der TSE. Fällt der Server aus, nimmt die Cloud weiter Bestellungen und Zahlungen an — die dabei erzeugten Belege werden signiert, sobald der Server wieder erreichbar ist (Details: Cloud & lokale Maschine).
Wie groß muss der Server sein?¶
Ein DiKAS-Server ist genügsam:
| Wert | |
|---|---|
| Arbeitsspeicher (RAM) | mindestens 2 GB |
| Speicherplatz | mindestens 30 GB |
| Leistung | handhabt rund 20 Kassen/Clients locker |
Noch etwas RAM sparen: archhub-Serverdienst
Die Appliance kann für andere Geräte im Laden auch einen lokalen Paket-/Update-Server (archhub) bereitstellen. Braucht Ihr Betrieb das nicht — etwa weil nur ein Gerät läuft oder Updates aus der Cloud kommen — lässt sich dieser Dienst abschalten und spart zusätzlich Arbeitsspeicher.
Als virtuelle Maschine (VM)¶
Statt eigener Hardware kann der Server auch als VM auf einem vorhandenen Rechner laufen — mit Hyper-V, VirtualBox oder KVM/QEMU. Als Beispielkonfiguration empfehlen sich 4 GB RAM und 50 GB virtuelle Festplatte. Wird eine Hardware-TSE (Swissbit) in der VM benötigt, wird der USB-Stick per USB/IP durchgereicht.
→ Schritt-für-Schritt (VM-Konfiguration + USB/IP-TSE-Durchreiche): Lokales Testing & Installation
Was passt zu mir?¶
- Nur eine mobile Kasse, wenig Technik? → Betriebsart 1 (Einzel-Tablet).
- Online-Bestellung oder Reservierung wichtig, kleiner Betrieb? → Betriebsart 2 (Cloud-First).
- Mehrere Kassen, viel Betrieb, Ausfallsicherheit? → Betriebsart 3 (Lokaler Server mit Cloud-Fallback).
Passende Beispiele aus der Praxis zeigt die Seite Einsatzszenarien.