🖨️ Hardware: Geräte für Ihre DiKAS-Kasse¶
Diese Seite zeigt, welche Geräte mit DiKAS funktionieren, worauf Sie beim Kauf achten und wie Sie alles anschließen — vom Bondrucker über das EC-Terminal bis zur Schankanlage. Jede Kategorie beginnt mit dem, was Sie als Gastronom wissen müssen; die technischen Details folgen kompakt für Ihren Techniker.
Das Grundprinzip
DiKAS spricht Ihre Geräte direkt über das lokale Netzwerk (TCP/IP) an — Drucker und EC-Terminal hängen einfach am selben Netz wie die Kasse. Läuft Ihre Kasse in der Cloud, übernimmt der Hardware-Agent (eine App im Laden-Netz) EC-Zahlung und Druck lokal. Das Umschalten passiert automatisch — Sie merken davon nichts.
Bondrucker & Küchendrucker¶
Der Bondrucker ist das wichtigste Gerät nach der Kasse selbst: Er druckt Kundenbelege, Küchenbons und Rechnungen. Die gute Nachricht: DiKAS nutzt den ESC/POS-Standard — damit funktioniert praktisch jeder gängige Thermo-Bondrucker. Sie müssen kein bestimmtes Modell kaufen.
Beispiel: Die Pizzeria Da Mario betreibt zwei Netzwerk-Bondrucker — einen an der Theke für Kundenbelege, einen in der Küche für die Bestellbons. Beide hängen per LAN-Kabel am Router, fertig.
Anschlussarten¶
Einen Drucker richten Sie unter Admin → Einstellungen → Hardware → Drucker ein. Dort wählen Sie die Anschlussart:
| Anschlussart | Für wen | Eingabe |
|---|---|---|
| IP/Netzwerk | Empfohlen für die meisten Betriebe | IP-Adresse und Port, z. B. 192.168.1.100:9100 (Raw-TCP, Standard-Port 9100) |
| Lokal (USB/COM) | Drucker direkt an der Kasse bzw. Appliance | USB 1–4 oder COM 1–4 |
| Client-Druck | Druck über das Kassen-Endgerät | — |
| A4-Systemdrucker | Rechnungen auf normalem A4-Drucker | über das Betriebssystem (CUPS/lpr) |
Netzwerkdrucker statt USB
Für Betriebe mit mehreren Kassenplätzen sind Netzwerkdrucker die bessere Wahl: Jede Kasse erreicht jeden Drucker, ganz gleich, wo sie steht. USB bindet den Drucker an genau ein Gerät.
Einrichtung Schritt für Schritt (Netzwerkdrucker)¶
- Drucker per LAN-Kabel mit dem Router verbinden und einschalten.
- Admin → Einstellungen → Hardware → Drucker öffnen.
- „Drucker suchen" wählen — DiKAS scannt das Netzwerk und findet den Drucker automatisch.
Alternativ IP-Adresse und Port von Hand eingeben (z. B.
192.168.1.100:9100). - Treiber wählen (bei den meisten Thermodruckern: Epson-kompatibel, siehe unten).
- Testdruck auslösen — kommt ein Bon heraus, ist alles fertig.

Treiber und Optionen¶
| Einstellung | Möglichkeiten |
|---|---|
| Treiber | Epson NVMode / Epson KeyMode, Nadeldrucker, Star Nadel, Mobil 58 mm, „Betragsanzeige" (serielle Kundenanzeige, siehe Kundendisplay) |
| Bon-Breite | Standard 80 mm; 58-mm-Mobildrucker über den eigenen Treiber „Mobil 58mm" |
| Zeichensatz | Codepage 858 (Standard — druckt Umlaute wie ä, ö, ü korrekt) |
| Schnitt | Vollschnitt oder Teilschnitt, je Drucker einstellbar |
| Logo & QR | Logo-Druck auf dem Bon, QR-Code-Druck (z. B. TSE-QR) |
| Backup-Drucker | Je Drucker ein Ersatzdrucker — fällt einer aus, springt der andere ein |
Ausfallsicherheit eingebaut¶
- Drucker-Monitoring: DiKAS überwacht Papierstand, Deckel und Online-Status des Druckers.
- Druck-Warteschlange: Schlägt ein Druck fehl, wiederholt DiKAS ihn automatisch alle 5 Sekunden — Bons gehen nicht verloren, nur weil kurz das Papier klemmt.
- Backup-Drucker: Für jeden Drucker lässt sich ein Ersatzgerät hinterlegen.
Bluetooth-Bondrucker für unterwegs
Mobile Bondrucker mit Bluetooth (RFCOMM/SPP) funktionieren über die Android-App — praktisch für den Biergarten oder den Lieferfahrer. Für 58 mm schmale Mobildrucker den Treiber „Mobil 58mm" wählen.
Wie Sie Küchendrucker Artikelgruppen zuordnen (Speisen → Küche, Getränke → Theke), steht im Kapitel Küchendrucker & Küchenmonitor.
Kassenlade¶
Die Kassenlade braucht keinen eigenen Anschluss an die Kasse: Sie wird an den Kick-Port des Bondruckers gesteckt (RJ11/RJ12-Buchse — Standard bei allen Kassen-Bondruckern). Öffnet DiKAS die Lade, geht das Signal über den Drucker.
Wann öffnet die Lade?¶
Das steuern Sie fein — je nach Betrieb:
| Ebene | Einstellung |
|---|---|
| Pro Zahlungsart | Schublade: Auto (öffnet nur bei Bargeld), Immer, Nie |
| Global | Ladenöffnung komplett abschaltbar |
| Pro Arbeitsplatz | z. B. mobile Kasse ohne Lade — Öffnen dort deaktivieren |
| Pro Mitarbeiter | Ladenöffnung für einzelne Mitarbeiter sperrbar |
| Als Kassen-Taste | Eigener Artikeltyp „Lade öffnen" — die Lade öffnet auf Knopfdruck |
Beispiel: Im Restaurant Bella Vista öffnet die Lade nur bei Barzahlung (Auto). Die Aushilfen haben keine Berechtigung, die Lade ohne Buchung zu öffnen — nur der Schichtleiter hat die Taste „Lade öffnen" auf seiner Oberfläche.
EC-/Kartenterminals¶
Kartenzahlung ist heute Pflicht. DiKAS bindet Kartenterminals direkt an — der Betrag erscheint automatisch auf dem Terminal, kein Abtippen, keine Tippfehler. Eingerichtet wird das Terminal unter Admin → Einstellungen → Hardware → EC-Terminal.
Welche Terminals funktionieren?¶
| Terminal-Typ | Was ist das? | Status |
|---|---|---|
| ZVT | Das Standard-Protokoll fast aller deutschen EC-Terminals. Anbindung über das Netzwerk (TCP/IP). | ✓ produktiv |
| SoftPOS / Tap-to-Pay (RS2) | Ihr Android-Gerät wird selbst zum Kartenleser (NFC) — keine Zusatzhardware nötig. | ✓ produktiv |
| Stripe Terminal | Cloud-gesteuerte Stripe-Kartenleser; Anbindung über die Reader-ID (tmr_…). Kein Hardware-Agent nötig. |
✓ produktiv |
| SumUp Reader (Air/Solo) | SumUp-Kartenleser, angebunden über die SumUp-Cloud; Kopplung per Code. | ✓ verfügbar |
Beispiel: Da Mario nutzt sein bestehendes deutsches EC-Terminal einfach weiter — fast alle Geräte deutscher Anbieter sprechen ZVT. Der mobile Kellner im Club Neon kassiert dagegen per SoftPOS direkt mit dem Android-Handy, ganz ohne zusätzliches Gerät.
ZVT-Terminal anschließen¶
- Terminal per LAN-Kabel ins Kassen-Netzwerk hängen (gleiches Netzwerk wie die Kasse).
- Am Terminal die ECR-/Kassenanbindung über TCP/IP aktivieren (macht bei Bedarf Ihr Terminal-Anbieter) und die IP-Adresse notieren.
- Admin → Einstellungen → Hardware → EC-Terminal öffnen, Typ ZVT wählen.
- IP-Adresse des Terminals eintragen; Standard-Port ist 20007.
- Testzahlung durchführen.
Über ZVT steuert DiKAS: Zahlung, Storno/Gutschrift, Kassenschnitt, Belegwiederholung und Status-Abfrage — alles aus der Kasse heraus.

Wer druckt den Kartenbeleg?¶
Die Option „Terminal hat eigenen Drucker" entscheidet:
- An: Das Terminal druckt den Kartenbeleg selbst (klassisches Standgerät mit Papierrolle).
- Aus: DiKAS druckt den Kartenbeleg mit auf den Kassenbon.
SoftPOS-, Stripe- und SumUp-Reader haben keinen eigenen Drucker — dort landet der Kartenbeleg automatisch auf dem Bon.
Gutschriften auf Karte: nur mit Bezug zur Original-Zahlung
Bei Stripe und SumUp gibt es keine „freie" Karten-Gutschrift: Eine Erstattung ist nur mit Bezug auf die ursprüngliche Zahlung möglich. Planen Sie Ihre Storno-Abläufe entsprechend — Details zur Bedienung unter Zahlungen.
Kundendisplay & Küchenmonitor¶
Beides ist bei DiKAS Software, keine Spezial-Hardware: Jeder Bildschirm und jedes Tablet mit Browser eignet sich. Sie kaufen kein proprietäres Gerät, sondern nutzen, was da ist — oder ein günstiges Standard-Tablet.
Kundendisplay¶
Das Kundendisplay zeigt Ihren Gästen während des Kassierens Warenkorb, Summe und QR-Code. Zwischen den Buchungen läuft eine Diashow — mit eigenem Begrüßungsbild oder -video, z. B. Ihrer Tageskarte.
- Zweitbildschirm oder Tablet neben der Kasse aufstellen und den Browser öffnen.
- In DiKAS die Kopplung starten — auf dem Zweitbildschirm erscheint ein Code.
- Code an der Kasse bestätigen — fertig, das Display ist gekoppelt.
Alternativen zum Browser-Display:
- Zweites Android-Gerät als Betragsanzeige: per Bluetooth über die App gekoppelt.
- Klassische serielle Kundenanzeige (zweizeilige Anzeige): wird als „Drucker" mit dem Treiber „Betragsanzeige" eingerichtet — siehe Bondrucker.
Küchenmonitor¶
Der Küchenmonitor ist eine Browser-Seite mit Live-Updates: Neue Bestellungen erscheinen sofort auf dem Bildschirm in der Küche — ohne Zettelwirtschaft. Ein altes Tablet oder ein TV mit Browser genügt. Zusätzlich oder alternativ druckt DiKAS Küchenbons auf einen normalen Bondrucker.
Alles zur Einrichtung und Bedienung: Küchendrucker & Küchenmonitor.
Barcode-Scanner & NFC-Karten¶
Barcode-Scanner¶
Jeder USB- oder Bluetooth-Scanner im Tastatur-Modus (Keyboard-Wedge) funktioniert sofort — ohne Treiber, ohne Konfiguration. Der Scanner „tippt" den Barcode wie eine Tastatur, DiKAS erkennt ihn und bucht den Artikel.
- Preis-codierte Barcodes (z. B. Waagen-Etiketten mit eingedrucktem Preis) werden erkannt — der Preis kommt direkt aus dem Etikett.
- Kamera-Scan in der App: Fahrer im Lieferservice scannen Barcodes einfach mit der Handy-Kamera — ganz ohne Scanner-Hardware.
NFC/RFID: Kellner-Anmeldung und Gastkarten¶
NFC-Karten und -Chips nutzt DiKAS für die Kellner-Anmeldung und für Disco-Gastkarten (bargeldloses Kassieren im Club, siehe Disco-Drehkreuz).
| Lesegerät | Anschluss |
|---|---|
| Handy-NFC | direkt über die Android-App — kein Zubehör nötig |
| USB-Leser ACR122U | USB an der Kasse |
| Leser an der DikasArch-Appliance | PC/SC oder Baltech (seriell) |
| Leser im Tastatur-Modus | wie ein Barcode-Scanner, ohne Treiber |
| Kellnerschlüssel (Addimat-Schloss) | über die DikasArch-Appliance |
Beispiel: Im Club Neon melden sich die Kellner per NFC-Chip an der Kasse an; die Gäste zahlen mit NFC-Gastkarten, die am Drehkreuz ausgegeben werden.
Schankanlagen¶
Eine Schankanlage zapft nur, was die Kasse gebucht hat — das schließt die klassische Lücke zwischen Theke und Kasse. DiKAS verbindet sich direkt mit der Anlage: Der Kellner bucht „2× Pils, Tisch 7", die Anlage gibt genau diese Zapfung frei.
Unterstützte Protokolle: Gruber, Addimat, Hogatron/WMF — dazu ein Simulator, mit dem Sie die Anbindung ohne echte Anlage testen können.
Anschluss¶
| Variante | Details |
|---|---|
| Seriell (COM) | Standard 9600 Baud, 8N1; auch 2400 / 4800 / 19200 einstellbar |
| Netzwerk (TCP/UDP) | Standard-Port 3010 |
Wie die Buchung läuft¶
- Der Kellner bucht das Getränk an der Kasse.
- DiKAS sendet PLU + Kellner-Nummer + Tisch-Nummer + Menge an die Schankanlage.
- Die Anlage gibt die Zapfung frei. Stornos gehen denselben Weg.
- Optional meldet die Anlage über den Rückkanal ihre Zapfungen an die Kasse zurück — so sehen Sie auch, was direkt an der Anlage gezapft wurde.
Optionen: Prüfsumme, automatischer Reset beim Tagesabschluss, automatische Wiederholung bei Übertragungsfehlern. Den Live-Status der Verbindung und ein Diagnose-Log zeigt die Oberfläche direkt an.

Schankanlage braucht die lokale Kasse
Die Schankanlage hängt seriell oder im lokalen Netz — sie funktioniert nur mit einer lokalen Kasse bzw. DikasArch-Appliance vor Ort, nicht im reinen Cloud-Betrieb.
Die Schritt-für-Schritt-Einrichtung mit Artikel-Zuordnung finden Sie unter Artikel & Drucker im Detail.
Bargeld-Automaten (Cash-Recycler)¶
Ein Bargeld-Automat nimmt Scheine und Münzen an, gibt Wechselgeld heraus und macht die Kasse diebstahlsicher — kein offener Bargeldbestand mehr an der Theke.
Unterstützt:
| Gerät | Anbindung |
|---|---|
| VNE | HTTP |
| Cashmatic | HTTPS |
| Simulator | zum Testen ohne Gerät |
Der Menüpunkt „Münzstände" an der Kasse zeigt jederzeit die aktuellen Füllstände des Automaten.
TSE (nur Deutschland)¶
Jede Kasse in Deutschland braucht eine Technische Sicherheitseinrichtung (TSE). Bei DiKAS haben Sie zwei Wege:
| Variante | Hardware nötig? | Für wen |
|---|---|---|
| fiskaly Cloud-TSE | Nein — nur Konto und Konfiguration | Cloud-Betrieb, schnellster Start |
| Swissbit USB-TSE | USB-Stick am lokalen Kassenrechner bzw. an der Appliance | lokaler Betrieb |
Die PINs der Swissbit-TSE setzt DiKAS selbst — Sie müssen nichts von Hand initialisieren.
TSE läuft nicht über den Hardware-Agenten
Die TSE ist an die lokale Kasse gebunden (bzw. läuft als Cloud-TSE) — sie wird nicht über den Hardware-Agenten angesprochen.
Alle Details zu Einrichtung, Export und Steuerprüfung: TSE.
Disco-Drehkreuz¶
Für Clubs mit Karten-System steuert DiKAS den Einlass und Auslass über Drehkreuze. Es ist keine bestimmte Marke vorgeschrieben: Jeder Drehkreuz-Controller funktioniert, der die Karten-ID per HTTP an die Turnstile-API senden kann (API-Key steckt in der URL). DiKAS antwortet mit öffnen oder sperren — je nachdem, ob die Gastkarte bezahlt ist.
Alternativen ohne Drehkreuz: ein Selbst-Checkout-Kiosk am Ausgang oder eine mobile Ausgangs-Kasse.
Das komplette Konzept mit Kartenausgabe und Abrechnung: Disco-Drehkreuz.
Anrufererkennung (Lieferservice)¶
Ruft ein Stammkunde an, öffnet DiKAS automatisch seine Kundenkarte — Name, Adresse und letzte Bestellungen sind sofort da. Das spart bei jedem Anruf Zeit und Rückfragen.
Genutzt wird die Anruferkennung der Fritz!Box (NCID-Protokoll). Standard-Adresse:
192.168.178.1, Port 1012.
- In der Fritz!Box den Callmonitor aktivieren (Telefon-Code
#96*5*am angeschlossenen Telefon wählen). - In DiKAS die Fritz!Box-Adresse eintragen (Standard
192.168.178.1:1012). - Eingehende Anrufe öffnen jetzt automatisch den passenden Kunden.
Beispiel: Bei Da Mario klingelt das Telefon, auf dem Kassenbildschirm steht schon „Familie Weber, Ahornweg 3, letzte Bestellung: 2× Pizza Diavolo".
Worauf läuft DiKAS?¶
| Plattform | Einsatz |
|---|---|
| DikasArch-Appliance (Mini-PC) | Kasse und Hardware-Agent in einem Gerät, startet direkt im Kiosk-Modus; unterstützt auch eGalax-Touchscreens |
| Android-App | mobile Kasse, SoftPOS-Kartenzahlung, Bluetooth-Geräte (Drucker, Betragsanzeige) |
| Browser | Cloud-Betrieb — jeder moderne Browser genügt |
| Geräte-Agent (Android-Tablet) | reine Hardware-Brücke ohne Kassen-Oberfläche |
Hardware im Cloud-Betrieb: der Hardware-Agent¶
Läuft Ihre Kasse in der Cloud, bleiben EC-Terminal und Drucker trotzdem im Laden — der Hardware-Agent führt Zahlungen und Drucke lokal aus. Der Agent steckt bereits in der DikasArch-Appliance, der Android-App und im Geräte-Agenten; es muss nichts extra installiert werden.
- Kopplung per QR-Code aus Admin → Einstellungen → Hardware → Hardware-Agent.
- Mehrere Geräte = Failover: Sind mehrere Agenten verbunden, übernimmt bei Ausfall eines Geräts automatisch ein anderes.
Alle Details, inklusive Cloud-Failover bei Serverausfall: Hardware-Agent.
Nächste Schritte¶
→ Hardware-Agent & Cloud-Failover — Hardware im Cloud-Betrieb
→ Küchendrucker & Küchenmonitor — Bestellungen in die Küche bringen
→ TSE — die Technische Sicherheitseinrichtung einrichten