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v26.3

Eigenprodukte herstellen

Mit Admin → Lager → Herstellen buchen Sie vorbereitete Eigenprodukte ins Lager: zum Beispiel Sauce, Teig oder abgefüllte Getränke. DiKAS entnimmt dabei die Rezeptzutaten und lagert die tatsächlich entstandene Fertigmenge ein. Für diesen Reiter brauchen Sie das Recht zum Buchen von Lagerbewegungen.

Direkt zubereiten oder auf Vorrat herstellen

Arbeitsweise Einstellung am verkauften Artikel Wann werden Zutaten entnommen?
Cocktail frisch mischen, Gericht direkt zubereiten Rezept hinterlegen, Bestand verfolgen aus Beim Verkauf werden die bestandsgeführten Zutaten verbraucht
Sauce oder Teig auf Vorrat herstellen Rezept hinterlegen, Bestand verfolgen an Im Reiter Herstellen werden Zutaten entnommen und Fertigbestand aufgebaut. Der spätere Verkauf verbraucht nur Fertigbestand

Eine gelagerte Sauce kann wiederum eine Zutat eines Gerichts sein. Ein Gericht mit 200 g Sauce verbraucht 200 g Sauce. Die Tomaten dieser Sauce werden dabei nicht noch einmal abgebucht. Das Rezept bleibt für die Herstellung hinterlegt. Auch die Kalkulation behandelt gelagerte Eigenprodukte als Bestand und verwendet deren Einkaufskosten.

Bestehende Rezeptartikel vor dem Umstellen prüfen

Entscheiden Sie für jeden Artikel bewusst, ob er frisch zubereitet oder als fertige Ware gelagert wird. Ein eigener Bestand ist kein zusätzlicher Schalter zur Zutatenabbuchung. Aktivieren Sie ihn für eine vorbereitete Sauce, müssen Sie die Sauce auch als Fertigbestand herstellen oder einen korrekten Anfangsbestand erfassen. Ein Update bereinigt alte Rezept- und Bestandsdaten nicht automatisch.

1. Artikel und Lager vorbereiten

  1. Die Einkaufsartikel mit Bestand verfolgen, passender Lagereinheit und gültigem Inhalt anlegen. Beispiel: Tomaten in kg.
  2. Ware durch einen Wareneingang einlagern. Zutaten brauchen ausreichend verfügbaren Bestand und einen positiven Einkaufspreis.
  3. Einen Artikel „Tomatensauce“ mit Lagereinheit kg anlegen und Bestand verfolgen aktivieren.
  4. Die Rezeptur für eine Lagereinheit Fertigprodukt eintragen. Beispiel: 1 kg Sauce braucht 1,2 kg Tomaten.
  5. Ein Lager wählen, in dem Zutaten und Fertigware geführt werden. Bei Bedarf Zutaten zuerst umlagern.

Die Produktauswahl enthält aktive, bestandsgeführte Artikel mit Rezeptur. Sets und Artikel mit Seriennummern gehören nicht in diesen Ablauf. Suchen Sie bei vielen Artikeln nach Name, Artikelnummer oder Barcode; die Auswahl zeigt höchstens 50 Treffer. Verfeinern Sie die Suche, wenn mehr Treffer vorhanden sind.

Auch jede tatsächlich verbrauchte Zutat muss bestandsgeführt sein. Eine nicht bestandsgeführte Zwischenrezeptur kann in ihre bestandsgeführten Zutaten aufgelöst werden. Ein gelagertes Zwischenprodukt bleibt dagegen eine eigene Zutat. Seriennummernartikel können nicht als Herstellungszutaten verwendet werden.

2. Rezeptmenge und tatsächliche Ausbeute eingeben

  1. Admin → Lager → Herstellen öffnen und nach dem Eigenprodukt suchen.
  2. Das Produkt und das gemeinsame Lager für Zutaten und Fertigware auswählen.
  3. Rezeptmenge eintragen. Diese Menge skaliert die Rezeptzutaten.
  4. Fertigmenge (tatsächliche Ausbeute) eintragen. Nur diese Menge wird eingelagert.
  5. Zutaten und Kosten prüfen wählen.

Beide Mengen sind positive Mengen in der Lagereinheit des Eigenprodukts. Die Vorschau verändert keinen Bestand. Sie zeigt benötigte Zutaten, Bestand zum Prüfzeitpunkt, Materialkosten netto und Kosten je tatsächlicher Fertigeinheit. Änderungen an Produkt, Lager oder Mengen erfordern eine neue Vorschau.

Beispiel: Kochverlust berücksichtigen

Das Rezept beschreibt 1 kg Sauce aus 1,2 kg Tomaten. Sie setzen die fünffache Menge an, nach dem Kochen wiegen Sie 4,8 kg Sauce:

Eingabe oder Ergebnis Menge / Wert
Rezeptmenge 5 kg
Tatsächliche Fertigmenge 4,8 kg
Tomatenverbrauch 6 kg
Tomatenpreis netto 1,50 € je kg
Materialkosten gesamt 9,00 €
Materialkosten je kg fertiger Sauce 1,875 €

Die geringere Ausbeute verändert die benötigten Zutaten nicht nachträglich. Sie verteilt deren Wert auf weniger Fertigware. Arbeitszeit, Energie, Verpackung und Gemeinkosten werden nicht automatisch in diese Materialkosten eingerechnet.

Wenn ein Durchschnittspreis fehlt, kann DiKAS einen hinterlegten Lieferantenpreis als gekennzeichnete Schätzung verwenden. Ein fehlender oder nicht positiver Preis verhindert die Herstellung. Ergänzen Sie die Preisgrundlage; null Euro ist kein Ersatz für einen unbekannten Preis.

3. Herstellung buchen

Die Vorschau kontrollieren und Herstellung buchen wählen. DiKAS prüft Bestand und Bewertung beim Buchen erneut. Eine inzwischen verkaufte Zutat kann daher eine zuvor mögliche Herstellung verhindern. Ein fehlender Bestand darf nicht durch eine künstlich kleinere Rezeptmenge verschleiert werden.

Nach erfolgreicher Buchung finden Sie den Vorgang unter Letzte Herstellungen und im Buchungsjournal. Die Zutaten sind abgebucht, die tatsächliche Fertigmenge ist eingelagert. Bei vorhandenem Fertigbestand wird dessen durchschnittlicher Einkaufspreis mit dem Wert des neuen Zugangs gewichtet.

Beim späteren Verkauf einer Portion mit 200 g Sauce sinkt nur der Saucenbestand um 0,2 kg. Ein Verkaufsstorno gibt diesen Saucenverbrauch zurück. Die Zutaten der Herstellung bleiben davon unberührt.

4. Unterbrochenen Vorgang fortsetzen

Bei einer Fehlermeldung nach dem Buchen denselben Vorgang mit Vorgang fortsetzen wiederholen. Eingaben bleiben gesperrt, solange dieser Vorgang ungeklärt ist. So wird eine verlorene Antwort nicht als zweite Herstellung behandelt.

Nach einem Neuladen der Seite die vorhandene Herstellung unter Letzte Herstellungen suchen und dort fortsetzen. DiKAS verwendet den gespeicherten Ansatz und bereits bestätigte Lagerbewegungen. Ein zwischenzeitlich geändertes Rezept ersetzt diesen gespeicherten Vorgang nicht.

Ungebuchten Entwurf verwerfen ist nur möglich, bevor die Buchung vorbereitet oder eine Lagerseite verarbeitet wurde. Eine begonnene Herstellung lässt sich nicht durch Löschen verstecken. Sie muss abgeschlossen werden; danach ist gegebenenfalls eine Rücknahme möglich. Bei unklarer Lage Vorgang und Fehlermeldung an den Support geben, statt einen zweiten Ansatz anzulegen.

5. Irrtümliche Herstellung zurücknehmen

Bei der gebuchten Herstellung Herstellung zurücknehmen wählen, den Hinweis lesen und ausdrücklich Rücknahme buchen bestätigen. Die ursprüngliche Herstellung bleibt als Nachweis erhalten; DiKAS legt eine Gegenbuchung an.

Die Rücknahme setzt voraus, dass Fertigbestand, Durchschnittspreis und letzter Einkaufspreis dem gespeicherten Zustand nach der Herstellung entsprechen. Wurde Fertigware inzwischen verbraucht oder anders bewertet, wird die Rücknahme abgelehnt. Einen tatsächlichen Verderb erfassen Sie als Verlust; er ist keine irrtümliche Herstellung.

Bei einer erfolgreichen Rücknahme gehen die ursprünglichen Zutatenmengen zu ihren gespeicherten Kosten zurück. Der Fertigzugang wird entfernt und seine vorherige Bewertung wiederhergestellt. Eine Wiederholung derselben abgeschlossenen Rücknahme erzeugt keine weitere Menge.

Auch eine unterbrochene Rücknahme über den vorhandenen Vorgang fortsetzen. Ein noch nicht begonnener, abgelehnter Rücknahmeversuch kann ausdrücklich verworfen werden; anschließend ist bei geklärten Voraussetzungen ein neuer Versuch möglich. Bereits begonnene Buchungen können nicht verworfen werden.

6. Herstellung im Bericht nachvollziehen

Unter Admin → Berichte → Lager Zeitraum und Lager wählen. Bei Herstellungsbewegungen erscheinen Hergestellt und Zutatenverbrauch getrennt von Einkauf und Verkauf. Der Export ergänzt dafür Mengen und Lagereinheit. Die bisherigen elf CSV-Spalten behalten ihre Reihenfolge; bei Herstellungsbewegungen folgen drei zusätzliche Spalten.

Die Bewegung von Zutaten zu Fertigware ist kein zusätzlicher Einkauf und kein Kassenverkauf. Die Kosten werden vom Zutatenbestand in den Fertigbestand übertragen. Ein Verkaufsstorno ist deshalb von einer Herstellungsrücknahme zu unterscheiden.

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